Taara: Google-Schwester startet Starlink-Konkurrenz – bietet flexiblen Internetzugang per Laser (Video)

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Die Google-Mutter Alphabet ist in vielen Bereichen aktiv, die eher experimenteller Natur sind – allen voran unter dem Dach der X-Division. Kürzlich ist aus dieser ein neues Projekt hervorgegangen, das nun eigenständig operiert und großes Potenzial haben dürfte: Mit Taara startet man einen Starlink-Konkurrenten, der deutlich günstiger und weniger aufwendig einsetzbar sein soll.


Alphabet X Taara

In den letzten Jahren haben sich viele Unternehmen damit beschäftigt, wie sich der Internetzugang bzw. Mobilfunkempfang auch in entlegene Gebiete oder Katastrophengebiete bringen lässt. Auch Größen wie Amazon, Meta, Microsoft oder Google selbst hatten entsprechende Projekte im Portfolio, die aber allesamt stark zurückgefahren oder eingestellt worden sind. Der aktuelle Quasi-Standard ist bekanntlich Starlink von Elon Musks SpaceX.

Starlink ist mit großem Abstand Marktführer und wohl auch erfolgreich, doch sowohl für SpaceX als auch die Kunden ist der Zugang teuer und der notwendige Aufwand immens. Bekanntlich setzt das Starlink-Projekt auf Tausende Satelliten, was zwar sehr gut funktioniert, aber eben mit hohen Kosten verbunden ist. Jetzt hat die Google-Mutter Alphabet das Projekt Taara gestartet, das mit einer alternativen Technologie dasselbe Ziel verfolgt. Dafür setzt man auf Laser statt Satelliten.

Taara setzt auf ein Netzwerk von Sendern und Empfangsstationen, die per Laserstrahl miteinander kommunizieren und dabei sowohl eine hohe Sicherheit als auch Übertragungsgeschwindigkeit erreichen können. Eine solche Station ist vergleichsweise einfach installiert – natürlich deutlich einfacher als einen Satelliten in die Umlaufbahn zu bringne – und soll anschließend eine stabile Verbindung bieten. Auch die Kosten sind dabei deutlich günstiger.




Das eigentliche Produkt ist die Taara Lightbridge, die per Lichtstrahl eine Verbindung zwischen den Endgeräten herstellt und für eine schnelle und sichere Übertragung sorgt. Glaubt man den Angaben des Unternehmens, kommt man damit auf eine Übertragungsgeschwindigkeit von 20 Gbps, kann Daten sicher über 20 Kilometer übertragen und benötigt dabei gerade einmal so viel Energie wie eine einzelne Glühbirne (40 Watt). Mittlerweile hat man das Projekt in 12 Ländern installiert.

Mit Taara soll sich nicht nur die Abdeckung in entlegenen Gebieten und Entwicklungsländern verbessern, sondern man will auch eine flexible und schnell zu errichtende Infrastruktur schaffen. Aber auch für Internetprovider bietet man den Service an, die auf diesem Weg ohne großen Aufwand ihre Netzabdeckung vergrößern können. Das Ganze scheint mittlerweile recht erfolgreich zu sein, sodass es nun aus X als das eigenständige Unternehmen Taara ausgegründet wurde.

Gerade in der heutigen Zeit könnte ein solches Projekt auf sehr fruchtbaren Boden fallen. Sowohl wegen der technischen Notwendig als auch der möglichen zukünftigen Unzuverlässigkeit von Starlink. Dass auch die Google-Schwester den Namen X trägt, ist reiner Zufall.

[X-Blog]




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