
Monat: April 2007



Einige von euch werden sich sicherlich schon einmal eine Gegend mit den Google Maps angesehen haben und wollten diese dann mit Google Earth weiter unter die Lupe nehmen, etwa wegen Ortsinformationen, 3D-Gebäuden, Landschaftsdetails & co. Das Problem, wie bekomme ich in möglichst wenig Schritten in Earth zum gleichen Ort, kann mit ein wenig JavaScript oder Greasemonkey ganz einfach gelöst werden. IOnut von Google OS hat einige Möglichkeiten in seinem Blog zusammengetragen um in Earth die gleiche Ansicht wie aktuell bei den Maps zu bekommen: Parameter kopieren » Einmal auf "Link to this Page" klicken, den Parameter "ll=" kopieren und bei Google Earth in das Suchfeld eintragen. So habe ich es bisher gemacht, aufwendig - aber funktioniert. KML-Output » Einfach wieder auf "Link to this Page" klicken und dann anschließend "&output=kml" an die URL anhängen, kurz danach öffnet sich ein Download-Fenster für eine KML-Datei und kurz danach Google Earth. JavaScript-Bookmarklet » Den Button einfach irgendwo in die Browser-Toolbar ziehen oder in den Bookmarks speichern. Ein Klick auf den Button und die aktuelle Maps-Ansicht öffnet sich in Earth - funktioniert in jedem Browser. View in Google Earth Greasemonkey » Um sich als Firefox-User den obigen Button auch noch zu sparen gibt es auch noch ein Greasemonkey-Script das den Button direkt über die Karte setzt. Direkt über der Karte erscheint der Link "View in Google Earth" und öffnet genauso wie die 2 vorherigen Tipps einen KML-Download und kurz darauf Google Earth. -- Ich habe mich für das Greasemonkey-Script und den Bookmark-Button entschieden, ich nutze ja leider immer noch mehrere Browser. Ich bin gespannt wann Google diese Lücke selbst einmal schließen wird und so einen Button in die Maps einbauen wird. IOnut hat das Team, dass seinen Blog liest, sicherlich auf eine gute Idee gebracht ;-) [Google OS]
Hölle (-)
Wer hätte dass gedacht, die Hölle liegt mitten in Deutschland... Aber auch andere Länder haben sich ihre eigene kleine Hölle eingerichtet ;-)


Als vor 2 Monaten die ersten 3D-Gebäude auf den Google Maps aufgetaucht sind haben wir gedacht dass die 3D-Funktionalität einer 2D-Anwendung damit ausgereizt ist. Dass die Darstellung der Gebäude aber noch sehr viel mehr ins Detail gehen kann zeigen die Maps jetzt in der neuesten Version die beinahe schon mit richtigen 3D-Gebäuden aufwarten kann. Aktuelle 3D-Darstellung:

Vorherige 3D-Darstellung:

Ich denke der Unterschied zur vorherigen Version ist deutlich erkennbar. In der allerersten Maps-Version mit Gebäuden wurden diese als graue Kästen eingezeichnet. In einer nächsten Version wurden diese grauen Kästen um einen kleinen 3D-Effekt erweitert, der aber nicht wirklich auf die Gebäudeform schließen lässt. Die aktuelle Version zeigt nicht mehr nur hässliche 3D-Vierecke an sondern lässt richtige Strukturen, Höhenunterschiede und Formen der Gebäude deutlich erkennen. Die Daten für diese Gebäude kommen von Google Earth, bei dem die Darstellung der Gebäude in den ersten Versionen fast genauso aussah wie heute bei den Maps. Mittlerweile bietet Earth fotorealistische Gebäude und die grauen Klötze wandern in Maps. Bleibt nur abzuwarten wann die ersten Foto-Gebäude auch bei den Maps erscheinen werden - ich denke bis dahin wird es garnicht mehr so lange dauern. Die neuen Gebäude sind jetzt zwar sehr nett anzusehen und beeindruckend, aber ich denke es ist auch ein großer Rückschritt in Sachen Usability. Gerade bei Großstädten mit Wolkenkratzern sind die Straßen kaum noch ohne größere Mühe zu erkennen. Mittlerweile ist es fast so als wenn man mit aktivierten 3D-Gebäude in New York versucht einen Weg zu finden - unmöglich. Nur leider können diese Gebäude bei den Maps nicht abgeschaltet werden... Ein zuschaltbarer Layer für Informationen auf den Maps muss endlich her. Genau wie bei den Verkehrsinfos sollten auch Gebäude, U-Bahn-Stationen und weitere Informationen die auf einem "normalen" Stadtplan nichts verloren haben optional sein und nicht standardmäßig angezeigt werden. » Häuserdschungel von Manhattan [Google OS]

Seit August des letzten Jahres finanziert Google die Weiterentwicklung der Texterkennung Tesseract. Mittlerweile wurde das Projekt in OCRopus umbenannt und kann erste Erfolge vorweisen: Im 3. Quartal diesen Jahres soll die erste offizielle Alpha-Version erscheinen, auf die endgültige Version mit grafischer Oberfläche müssen wir allerdings noch über 1,5 Jahre warten. Das Projekt OCRopus wird derzeit im Auftrag von Google am Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz entwickelt und mit englischen Texten gefüttert. Um eine nahezu 100%ige Trefferquote zu erreichen gleicht das Tool die erkannten Texte mit riesigen Datenbanken ab und kann so von selbst erkennen ob der erkannte Text Sinn macht oder lieber noch ein Erkennungsvorgang gestartet werden sollte. Aus diesem Grund funktioniert das Tool zur Zeit auch nur mit englischen Texten. Die erste Alpha-Version wurde für das 3. Quartal diesen Jahres angekündigt, die Beta-Version soll anfang 2008 erscheinen und die erste endgültige Version mit einer grafischen Benutzeroberfläche dürfen wir nicht vor dem 3. Quartal 2008 erwarten. Ich bin gespannt wie Google das fertige Script dann für sich nutzen wird und ob es wirklich eine 100%ige Erkennungsrate haben soll. » Projekt OCRopus » Ankündigung im Code-Blog [heise]

Für den jährlich stattfindenden Summer of Code-Wettbewerb haben die Googler jetzt auch einen eigenen Blog erstellt. Das Eröffnungsposting kann gleich mit der guten Nachricht aufwarten dass statt 600 in diesem Jahr 900 Personen an dem Wettbewerb teilnehmen können. Weiteren 6.200 Bewerbern musste leider abgesagt werden. Ich denke in diesem Jahr wird der Wettbewerb, nicht zuletzt durch den Blog, sehr viel mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen - ich bin gespannt was dabei herauskommt. » Google Summer of Code-Blog » Ankündigung im Code-Blog » Liste der Google-Blogs


Gemeinsam mit dem Holocaust Museum in Washington hat Google ein Projekt gestartet um den seit Jahren anhaltenden Konflikt in Darfur in das Bewusstsein der Menschen zu rufen. Ein Layer für Google Earth über dieser Region zeigt die Anzahl der zerstörten Dörfer, der Flüchtlinge und Fotos sowie Videos aus der Region. Erschreckend und sehenswert zugleich.

Seit dem Jahr 2003 tobt im Sudan ein (Klein-)Krieg von dem die Welt bisher nicht wirklich Kenntnis genommen hat und so natürlich auch die Unterstützung von anderen Ländern zu Wünschen übrig lässt. Schätzungen zufolgen sind bisher 200.000 bis 400.000 Menschen bei den Kämpfen und Zerstörungszügen ums Leben gekommen, mehr als 2,5 Mio. Menschen sind auf der Flucht. Um die Augen der Welt auf diese Region zu richten und ihr ein Bild von den Ausmaßen zu geben zeigt der Earth-Layer eine Sammlung aller Kriegsschauplätze mit weiteren Informationen und medialen Inhalten. Für eine bessere Übersicht wird praktischerweise gleich eine Legende mitgeliefert die die Symbole genau erklärt. » KMZ-Datei downloaden » Presseerklärung von Google [thx to: Gregor Best]

Die Sitemaps, die mittlerweile von immer mehr Suchmaschinen unterstützt werden, helfen nicht nur den Suchmaschinen das Internet besser zu verstehen sondern sind auch aus SEO-technischer Sicht sehr praktisch. Damit die Suchmaschinen diese auch finden kann die Sitemap-URL jetzt direkt via robots.txt übergeben werden. Außerdem ist jetzt auch ask.com mit im Boot. Bisher musste eine Sitemap auf Sitemaps.org oder über die jeweiligen Portale der Suchmaschinen eingestellt werden. Das ist natürlich nicht ganz so praktisch und musste dringend verbessert werden. Ab sofort muss die URL der Sitemap nur noch in die eigene robots.txt mit folgender Zeile eingetragen werden:
Sitemap: http://www.mysite.com/sitemap.xmlLaut dem Webmaster-Blog sollte man dennoch zusätzlich die Sitemap via den Portalen übermitteln, aber warum wird nicht genau angegeben. Unterstützt werden die Sitemaps derzeit von Google, Yahoo!, MSN und Ask und einigen weiteren kleinen Suchmaschinen die nicht näher genannt werden. Ich denke damit sind die Sitemaps jetzt endgültig ein unverzichtbares SEO-Tool und sollten von jedem Webmaster angelegt werden. » Ankündigung im Webmaster-Blog